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    <title>__Zuhause bei Basti... (... in der Manege des Lebens.)</title>
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    <description>... in der Manege des Lebens.</description>
    <dc:publisher>BastiUndSeinKleinerKopfzirkus</dc:publisher>
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    <title>__Zuhause bei Basti...</title>
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  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4776801/">
    <title>UMZUG: NEUER BLOG.</title>
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    <description>Erneuter Umzug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://chaosplanet.phlekmaz.de&quot;&gt;&lt;b&gt;HIER&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; geht es seit Anfang März 2008 weiter.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Kreative+Erg%C3%BCsse&quot;&gt;Kreative Ergüsse&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-11T14:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4329946/">
    <title>Blog closed.</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Dieser Blog schließt. Und ein Umzug schließt sich an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein neuer Blog enthält alle alten Einträge von diesem Blog, am Layout wird noch gebastelt, ansonsten müsstet ihr bloß mal eure Blogroll aktualisieren. Feel Spaß auf meinem neuen Blog:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://chaosplanet.wordpress.de&quot;&gt;Hier klicken&lt;/a&gt; zum Chaosplaneten.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Das+%27By-the-way%27&quot;&gt;Das &apos;By-the-way&apos;&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-08T10:23:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4322003/">
    <title>Nur ein Freitag.</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Ist es uncool, wenn man mit geschlossenen Augen in der Straßenbahn sitzt und Musik hört und man nicht mitbekommt, dass Kontrolleure in die Bahn eingestiegen sind. Und da man nichts mitbekommt, wenn man freiwillig zwei Sinne abschottet, ist es noch lange nicht legitim, dass der Kontrolleur einem dann ans Schienbein tritt (!) um sich die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich nach diesem Tritt mir dann seinen Ausweis ganz genau zeigen lasse, um ihn dann zu fragen &quot;Aber da steht ja gar nicht &apos;Angestellter für Schienbeintritte&apos;...&quot;, ihn dann mit einem arroganten Blick strafe, meinen Blick dann auf mein Schienbein fallen lasse, mir die Ohrstöpsel wieder rein mache und die Augen schließe [Sinnesabschottung Teil 2] ohne meinen Fahrausweis zu zeigen, ist &lt;b&gt;das&lt;/b&gt; dann uncool?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finde ich eigentlich nicht. Es gibt nicht viele Momente in denen ich so abgebrüht bin. Ich war richtig stolz so schnell so lässig zu reagieren. Nun. Der Kontrolleur sah das anders. Er hat auch nicht gewunken, als ich dann ausgestiegen bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir egal. Hab heute was verdammt &lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4313550/&quot;&gt;wichtiges&lt;/a&gt; zu erledigen, da kann ich nicht bei solchem Mist an die Decke gehen.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Zynische+Sensationen&quot;&gt;Zynische Sensationen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-05T11:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4313550/">
    <title>Mein Amoklauf.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4313550/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Es ist aufregend, wenn man die Gelegenheit bekommt Eier zu beweisen. Wenn man die Wahrheit in Gegenwart anderer ausspricht und damit das ganze verabscheuungswürdige, respektlose, falsche, demütigende System in die Luft jagt, mit dem sie sich schützen. Nur noch wenige Tage, zwei vielleicht (morgen ist ja Feiertag zum Kräftesammeln), dann werde ich es durchziehen und damit Pionierarbeit für die betreffenden Menschen leisten. Es wird vernichtend. Wahrscheinlich habe ich dann eine Hand voll Feinde mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren ja mal gute Freunde. Waren. Sie sind es eigentlich nie gewesen. Aber das musste ich selber mit der Zeit rausfinden. Gestern war ich noch der Ansicht, dass ich da einfach oberflächlich mitspiele. Aber das werde ich nicht. Wenn ich mit den sechs Leuten das nächste Mal Kaffee trinke und mir schier endlose, sinnlose und oberflächliche Tiraden über NICHTS reinziehen muss, dann platze ich mit der Wahrheit raus. Dann, wenn alle ihren Kaffee vor sich stehen haben, sich nicht zuhören und nicht weglaufen können. In aller Öffentlichkeit. Dann schlag ich sie mit der Wucht einer einfahrenden Lok in den Bahnhof ihrer Persönlichkeit zurück. Ich werde sagen, wie alle übereinander reden und lästern, sie demütigende Spielchen einfallen lassen um jemanden dumm dastehen zu lassen. Und ich scheue mich nicht auch mit mir selbst reinen Tisch zu machen, zuzugeben, ehrlich zu sagen was ich alles mitgemacht habe um in diesem Kreis zu bleiben. Ich habe sowieso nichts zu verlieren. Wie ein Terrorist, der sich in die Luft jagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen werde ich mir besonders vornehmen. &lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4309286/&quot;&gt;Die Stimme rechts von mir.&lt;/a&gt; Derjenige, vor dem mich alle zuhause gewarnt haben. Dem ich mehrere Male klipp und klar ins Gesicht gesagt habe, dass er aufpassen soll, wie er mit mir umgeht, mich nicht verarscht. Ich habe ihm damals gesagt, dass ich sonst meine Konsequenzen daraus ziehen werde. Er denkt, dass ich damit meinte, dass ich mich zurückziehe. Deswegen macht er mir das mit Demütigungen leichter. Aber das Fass ist jetzt mehrere Male übergelaufen. Mein Ziel ist es nicht ihn bzw. alle voreinander bloßzustellen. Auch wenn es genauso kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin nur für das verantwortlich was ich sage und nicht wie die anderen es aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde jedes kleinste miese Detail enthüllen. Den Gruppenkomplex und all die Lügen auf den Tisch packen und meinen Scheinwerfer raufhalten. Mir tut es um einen der Gruppe leid, weil der immer ehrlich und in Ordnung war. Aber ich spreche ihm die Intelligenz zu, mich zu verstehen. Ihn werde ich verschonen.&lt;br /&gt;
Der Sinn dieser ganzen Sache ist folgender:&lt;br /&gt;
Ich habe es satt nicht ehrlich meine Meinung sagen zu können. Ich habe es satt mit Mitte 20 noch in vorpubertären Verhaltensstrukturen stecken zu bleiben, mir einen Rang in der Hierarchie zu erkämpfen, die sich Freundeskreis nennt. Ich will nicht mehr verarscht werden und mitbekommen müssen, wie hinter meinem Rücken schlecht über mich geredet wird, genau wie sie es auch untereinander betreiben. Ich habe es satt, dass wenn ein Problem auftaucht, die Ursache unter den Teppich gekehrt wird ohne darüber gesprochen zu haben und das derjenige, der für ein Problem verantwortlich ist, ausgegrenzt wird.&lt;br /&gt;
Ich habe es satt. Ich hasse es. Ich habe da zu lange mitgespielt. Ich bin jetzt klar. Ich werde die Ehrlichkeit erzwingen. Wenn keiner es tut, dann opfer ich mich eben. Ich habe Gott sei Dank genügend gute Freunde, die das verstehen. Ich brauche mich nicht mehr zu verstellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird einen riesen Knall geben. Das wird das erste Mal in deren Leben sein, dass jemand so brutal die Fronten ein für alle Mal klärt und alle wissen, wie wer über wen denkt und spricht. Das ist mein Geschenk an alle. Und entweder werden sie sich nie wieder sehen (denn ich werde wie gesagt jedes miese Detail auspacken) oder sie werden sich was vormachen und sich gegen mich verbünden.&lt;br /&gt;
Vergessen werden sie es nicht. Auch nicht das, was ich ihnen damit bewusst gemacht habe: Ehrlichkeit ist der Schlüssel zu allem in der Welt der Freundschaft. Und wenn sie das nicht kapieren, dann tut mir das auch nicht leid, dass ich bald eine Handvoll Feinde habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird mein persönlicher Amoklauf. Ich bin aufgeregt. Ich werde alle verlieren. Aber das ist gut so. Dann kann ich nachts endlich wieder ruhig schlafen und in den Spiegel schauen. Das ist es mir wert.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Morbide+Welt&quot;&gt;Morbide Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-02T15:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4309286/">
    <title>Ladezonen in der Wüste.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4309286/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Hast du mal nachgeschaut wie teuer der Flug wäre?, sagt die Stimme rechts von mir. Die Stimme links von mir schweigt. Meine Augen ruhen auf meiner Tasse Kaffee. Es ist Mittagszeit, doch der Himmel verkleidet sich dunkel und regnerisch, man könnte meinen, dass der Tag jetzt schon sein Ende nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Blick schweift zur Stimme links von mir, die immer noch schweigt, meinen Blick jedoch auffängt und losmurmelt. Ich vernehme undeutliche Sätze und merke, dass die beiden Stimmen Blicke austauschen, die man nur austauscht, wenn man etwas bespricht, dass ein dritter möglichst nicht mitkriegen soll. Ich werde neugierig und frage worum es denn gehe.&lt;br /&gt;
Wir wollen Silvester vielleicht in Irland verbringen., sagt wieder die rechte Stimme. Schweigen. Hab ich dir das nicht letztens erzählt?, fügt sie noch ganz beiläufig hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Mir wurde nichts dergleichen berichtet. Und die Blicke, die zwischen den Stimmen ausgetauscht wurden, bevor ich meine scheinbar unwichtige Frage eingeworfen habe, bestätigt das. Offensichtlich möchte die Stimme rechts von mir etwas grade rücken, merkt jedoch nicht, dass sie es nur schlimmer macht.&lt;br /&gt;
Die Freundschaft, die mich und die rechte Stimme mal verbunden hat ist mittlerweile zu einer Ladezone verkommen. Eine Ladezone mit soviel Sinn, wie die in einer Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;fabrik&quot; width=&quot;300&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/fabrik.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die rechte Stimme mir sagt, dass sie abends nochmal anruft, dann ist das gleichzusetzen mit der Frage Wie gehts dir so?, die man einem Bekannten stellt, den man einmal die Woche zufällig an einer Bushaltestelle trifft. Es kommt natürlich kein Anruf, mir ist das bewusst und der Stimme rechts von mir auch.&lt;br /&gt;
Es ist eine leere alte und marode Fabrikhalle, in der man sich wohler fühlen würde, als mit jemanden Kaffee zu trinken, der keinerlei Interesse an meinem Leben zeigt, sich selbst mit Oberflächlichkeit abschottet und einen teilweise demütigt mit Aussagen wie: Hab ich dir das nicht letztens erzählt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab kein letztens. Und so wie es sich anfühlt wird es ein solches auch so bald nicht mehr geben. Und während ich die Enttäuschung darüber in der Wüste auf der Ladezone ablade, stellt sich mir die Frage, inwiefern die Freundschaft wirklich mal Bestand hatte. Die Stimme rechts von mir ist abwesend und war es in den letzten Monaten eigentlich immer. Zweimal habe ich versucht etwas in Bewegung zu setzen. Zweimal wurde mein Anliegen/Angebot registriert. Aber das war es auch schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts hat sich geändert. Nur mein Denken darüber. Also spiel ich einfach mit, wenn weiter Luftschlösser gebaut werden, die für mich keinen Platz mehr haben. Dabei war ich doch einer der wenigen, die die rechte Stimme immer reflektiert haben.&lt;br /&gt;
Aber offensichtlich gefällt das manchen Leuten nicht. Vielleicht leben sie gut mit ihren Wüsten und ihren Ladezonen. Ich für meinen Teil lade da aber nur noch ab und verschwende keine Zeit mehr damit aufzuladen. Denn ich möchte nicht so oberflächlich und demütigend Freunde behandeln, wie die Stimme rechts von mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bezahle meinen Kaffee. Dann gehe ich. Es regnet immer noch.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Morbide+Welt&quot;&gt;Morbide Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-01T12:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4295140/">
    <title>Der Zoll in der Haut.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4295140/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Zurzeit herrscht eine Ich-weiß-nicht-so-recht-Einstellung. Ganz bizarr und ungewöhnlich für zwei standfeste Beine und einen Arsch, der sonst so sicher im Sattel saß. So scheint es vielen zu gehen, deren Emotionen geballt ihre Flugbahn verlassen, obwohl sie sich in einer Umlaufbahn befinden sollten, wie es der Mond tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun. Vermutlich ist das eingetreten, wovor ich mich immer gefürchtet habe: ich wurde mit einem Embargo der Zwischenmenschlichkeit belegt. Ich kann weder ex- noch importieren. Wenn unklare Strukturen in eine Welt einziehen, in der doch alles irgendwie chaotisch angeordnet war, dann irritiert das auf gleich mehrfache Weise. Da ist selbstverständlich kein Hang zur Depression. Das wäre jetzt das letzte, was jemand wie ich zulassen werde. Es gelingt mir nicht das Umdenken zu entwirren. Dabei war doch SIE immer der Schlüssel dafür. Dann trennt man sich von jemand, nach zwei Jahren der intensivsten Zeit. Zwei Jahre, in denen ich mich selber finden konnte. Sie war wie eine Sucht, wie eine Therapie, wie ein wahrgewordener Traum hat sie die Grenzen zwischen unreal und real in meinem Leben aufgeweicht. Dann wurde es zugig. Es wurde kälter. Es wurde ein bisschen dunkler. Es roch nach abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum einer Sache, der man immer die Resistenz von Honig zugesprochen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen werden Egomanen, wenn sie merken, dass sie sich in einer Umbruchphase befinden und mit jemand zusammen sind, der stetig und sicher geblieben ist. Dieser jemand kann zum Schluss nur lethargisch auf eine Sache blicken, die er nie und nimmer aufhalten konnte.&lt;br /&gt;
Normal ist so ein seltsames Wort.&lt;br /&gt;
Ist es normal, dass Frauen, die mit mir zusammenkommen nach zwei Jahren merken, wie sehr sie sich weiterentwickelt haben. Wegen mir? In den meisten Fällen heißt das, dass sie ein neues Selbstwertgefühl entwickeln, Selbstbewusstsein, das sie mit mir entwickelt haben. Ein Gefühl für sich selbst. Geendet hat dies in meinen letzten Beziehungen so:&lt;br /&gt;
Man hat sich so sehr weiterentwickelt, dass das Gefühl aufkam &quot;Das bringt mir nichts mehr&quot;. Man nahm sich einen neuen Typen, betrog mich und zog mit einem Sack neuer Persönlichkeit weiter. Und mein Poststempel war drauf. Ich blieb zurück und versuchte mir Neurosen wieder abzugewöhnen und die Löcher zu stopfen, die diese Phänomene in meine Haut gerissen haben. Nun. Geschafft habe ich das immer. Aber mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, ob ich das nochmal zulassen möchte. Ich gehe mittlerweile in die dritte Runde solcher Gefahren. Und ich frage mich, ob es meinem Selbstwertgefühl gut tun würde, wenn ich wieder das Risiko eingehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte an dieser Stelle den Typen, die mit meinen Ex-Freundinnen was angefangen haben folgendes mitteilen: Ich bin nicht das Nonplusultra. Ich bin nur eine vergessene Baustelle. Und die Bauzäune tragen folgende Schilder: &quot;Freundin haftet für die Gefühle von Basti&quot;.&lt;br /&gt;
Eigenartigerweise ist genau das Gegenteil der Fall.&lt;br /&gt;
Vielleicht überfordere ich auch Frauen. Wer weiß. Einmal bin ich nicht mehr aufregend genug. Dann bin ich zu unselbstständig. Alles Dinge, die Hand und Fuß hatten, an denen ich in meiner kleinen Gedankenwerkstatt fleißig gearbeitet habe + die Kurzschlüsse, welche die Beziehungen mit sich getragen haben. Ich habe mir immer Mühe gegeben und habe für mein Alter schon zu viele Erfahrungen gemacht. Dieser Gedanke kam mir erst letztens, als über mir mehrere Kisten Pfand auf Arbeit zusammengebrochen sind.&lt;br /&gt;
Und jetzt? Keine Ahnung was jetzt war. Offensichtlich nichts, das in meiner Macht Dinge zu verhindern lag. Geduldig sollte ich sein.&lt;br /&gt;
Aber das war ich die letzten Jahre immer. Immer und immer wieder. So lange, dass mir mittlerweile schlecht davon wird. Das ist wie ein Videospiel. Man geht tot und muss wieder von vorne anfangen. Und weil man noch 97 Leben hat, wird das eine verdammt lange Party.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine worum geht es denn? Eine sehr weise Freundin von mir hat mir letztens den Ratschlag gegeben, ich solle mich mal fragen, was überhaupt meine Ziele in einer Beziehung sind, vielmehr was überhaupt ein Ziel sei. Eine Frage auf die ich keine Antwort weiß. Und wenn ich sie wüsste, dann würde ich sie wohl für mich behalten. Auch meine Schwester hat mich auf einen verdammt aufrüttelnden Trichter gebracht, indem sie mir gesagt hat, man ist erst dann unglücklich, wenn man weder mit bösem, noch mit gutem Ausgang einer Sache (zwischenmenschlicher Art) zufrieden ist. Erst dann sei man wirklich unglücklich. Sie hat Recht. Eine Sache mit der ich konform gehe und die mich nicht zufrieden macht.&lt;br /&gt;
Ist doch irgendwie skurril mit fast 23 Jahren schon zu denken, Beziehungen seien trivial und eine Endlosschleife an bösen Déjà-Vues. Nur in dieser Beziehung habe ich mich wirklich irgendwie immer so gut gefühlt. So verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort meines nächsten Schachzugs scheint fast banal. Ist es möglich eine zu Bruch gegangene Beziehung wieder zu reparieren oder kocht man lediglich abgestandenes Wasser auf?&lt;br /&gt;
Geben und Nehmen oder Geben und Nehmen lassen?&lt;br /&gt;
Wo soll das enden? Hab ich wieder irgendetwas nicht bedacht? Vielleicht gibts mich gar nicht in gut. Zumindest hab ich das Gefühl meine bisherigen Beziehungen alle mit 3- bestanden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von mir wird so einiges erwartet. Und meine Ansprüche steigen immer weiter und mit jedem Meter, den ich mit Stolpern verbringe, wird mir eins in kollektive Unterbewusstsein eingedroschen: Mach zu.&lt;br /&gt;
Ich muss und werde mich jetzt ein letztes Mal um meine Beziehung kümmern. Und mein Gegenüber hat kein Spielraum mehr übrig. Bei &quot;Wer wird Millionär&quot; kann man drei nach verbrauchten Jokern auch nicht mehr hoffen, dass einem ein vierter gewährt wird. Die Spielregeln sind einfach anders.&lt;br /&gt;
Mir kommt es fast ungerecht vor, dass ich ihre Nähe so brauche und auch genieße. Aber wenn ich schon selbst keine Rücksicht auf mich nehme, warum sollten es auch andere tun. Noch bin ich kein Egomane. Ich bin nur ausgelaugt und lustlos mich für etwas aufzuopfern, dass mir möglicherweise das Genick brechen kann. Vielleicht sollte ich Zoll für jede Berührung kassieren, die meine Haut erreicht. Auch wenn es sich gut anfühlt. Dahinter kocht schon das Blut und schließt einen Vertrag mit der Angst über potentiell anstehende Reparationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Alice in den Kaninchenbau fällt, so bin ich jetzt damit beschäftigt &quot;Ja&quot; zu sagen, aber &quot;Jein&quot; zu meinen. Und während ich auf hoher See mit meinem Kahn weiter rumtuckere, suche ich nach dem rettenden Anker, den ich über Bord schmeißen werde, sollten sich meine Ängste bewahrheiten. Dann wird einmal mehr die Konsequenz mein Handeln absaufen lassen.&lt;br /&gt;
Ist das fair? Nein. Aber was ich in letzter Zeit an Fairness zu spüren bekommen habe bedient sich der Logik der Chaostheorie.&lt;br /&gt;
Wie viel Zoll sollte ich kassieren, die einer möglichen Abfindung gleich kommen würde?&lt;br /&gt;
Bis ich das rausgefunden habe werde ich den Kurs halten. Für wie lange? Das liegt nicht allein an mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//abstrakt bleiben.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Alltag+der+Erkenntnis&quot;&gt;Alltag der Erkenntnis&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-26T10:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4273666/">
    <title>Man fällt.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4273666/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Ist das möglich: Man fällt auf die Fresse und will wieder aufstehen. Aber es funktioniert nicht. Nach einer Weile merkt man dann, dass es gar nicht möglich ist... weil man immer noch fällt.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Emotionale+Realit%C3%A4ten&quot;&gt;Emotionale Realitäten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-19T14:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4166614/">
    <title>Die Amis, die.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4166614/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Nachdem ich nun Wisnewskis &quot;Lügen im Weltraum&quot; beendet habe, kommt man ganz schön ins Grübeln und so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was mir partout nicht aus dem Kopf will ist seine Bemerkung, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Ein roter Faden, der die allgemeine Geisteskrankheit unserer ganzen Spezies (speziell der Führung Amerikas) zeitlich lokalisiert und auf den Punkt bringt: Unsere Ambitionen übersteigen unsere Fähigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ich mich voller Vorfreude auf Terry Pratchetts Einfach göttlich gestürzt habe, übertrage ich jetzt mal eine kleine von ihm geschriebene Geschichte auf das ganze USA-Welt-Verhältnis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wäre zum einen die Schildkröte. Das sind wir. Die Europäer und der ganze andere Rest der Welt. Wir kriechen am Boden. Unser Horizont reicht nur bis zu den Grashalmen, die uns die weitere Aussicht versperrt. Wir sind langsam und hängen nach. Aber unsere Ambitionen übersteigen nicht immens unsere Fähigkeiten. Wieso haben als lahmarschige Schildkröte in einer Welt überlebt, die immer schneller wird und alles ausselektiert was nicht mithalten kann? Naja. Wir stellen eben keine Gefahr da. Trotzdem ist es schwer uns zu vernichten, weil wir so einen harten Panzer haben.&lt;br /&gt;
Und dann gibt es noch den Adler. Den stolzen König der Lüfte. Das sind die USA. Sie schweben so hoch, dass ihr sichtbarer Horizont einfach alles übersteigt und erst am Ende der Welt seinen Ausgang findet (ich ignoriere jetzt mal Neil Postman, der meiner Meinung den Nagel auf den Kopf getroffen hat). Der Adler sieht alles. Wie die Amis. Er überwacht alles und kann in windesteile anvisieren und sein Opfer angreifen. Kein Problem für ihn. Selbst die Distanz ist lächerlich für den König der Lüfte. &lt;br /&gt;
So kreist der Adler am Himmel und sucht nach potentiellen Opfern. Nun erspäht er uns. Die Schildkröte. Ihn interessiert unser Panzer nicht. Er steuert auf uns zu und schnappt uns mit seinen Krallen.&lt;br /&gt;
Und was denkt die Schildkröte? Sie denkt nicht: Scheiße. Das wars jetzt.&lt;br /&gt;
Nein. Sie freut sich darüber, endlich mal mehr von der Welt zu sehen als ihren Boden. Sie ist so schnell, wie sie sich es immer erträumt hat. In 200 Meter Höhe in den Klauen des Adlers ist sie glücklich mehr gesehen zu haben. Für sie ist der Adler ein guter Freund, der ihr ermöglicht hat, mehr zu sehen. Ihr ist nicht bewusst, was der Adler vorhat.&lt;br /&gt;
Und dann? Der Adler denkt sich, er kann es auch einfacher haben. Er hat kein Bock drauf den Panzer zu knacken, auch wenn die Schildkröte sicherlich sehr lecker schmecken würde. Also lässt er sie fallen um sich ein leichteres Ziel auszusuchen. Mit einem Affenzahn fliegt die Schildkröte nun vom Himmel. Sie realisiert, dass sie bald tot sein wird. Den Adler interessiert das gar nicht. Er geht einfach weiter auf Beutezug. Stellen  wir uns jetzt mal vor, dass würde er mit jeder Schildkröte machen. Einfach nur weil er Sadist ist und alle aus großer Höhe zu Boden fallen lassen will. Irgendwann gibt es keine Schildkröten mehr. Keiner hat es mitbekommen, weil alle Schiss haben, selbst vom Adler erwischt zu werden. Und diejenigen, denen es nicht bewusst ist, wie groß diese Gefahr ist, die werden sich eher darüber freuen, wenn der Adler sie packt. Denn dann sehen sie mehr und sind so schnell wie in ihren kühnsten Träumen. Keiner hält den Adler auf. Er ist einfach zu schnell und zu clever.&lt;br /&gt;
Das einzige was vielleicht hilft, ist seinen Verstand einzuschalten und alles dafür zu tun, dass der Adler nicht zupacken kann. Das bedeutet, dass man sich nicht freuen sollte, wenn der Adler angeschwirrt kommt.&lt;br /&gt;
Wie sagte Kant einmal so schön: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.&lt;br /&gt;
Viel Erfolg dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachtrag: Was der Adler nicht weiß ist, dass je öfter er die Schildkröte fallen lässt (nehmen wir mal an es gibt soviele, dass er es nicht alleine schaffen kann sie auszurotten), irgendwann die natürliche Auslese von vorne beginnt. Die Schildkröte gewöhnt sich an den Fall als Spezies. Ihr wachsen dann irgendwann auch Flügel. Und dann hat der Adler schlechte Karten.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Kreative+Erg%C3%BCsse&quot;&gt;Kreative Ergüsse&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-15T12:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4142837/">
    <title>Kurz weg.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4142837/</link>
    <description>Sorry Leute, bin momentan grad im Umzugsstress und hab noch zwei Wochen Arbeiten in Berlin vor mir. Werd in nächster Zeit erstmal nicht dazu kommen was zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hab momentan auch kein Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meld mich demnächst wieder in aller Frische, versprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dahin:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//abstrakt bleiben.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Das+%27By-the-way%27&quot;&gt;Das &apos;By-the-way&apos;&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-07T07:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4091120/">
    <title>Aktion-Reaktion.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4091120/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; &quot;&lt;i&gt;Allererste Sahne.&lt;/i&gt;&quot;</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Weisheiten+des+Wahnsinns&quot;&gt;Weisheiten des Wahnsinns&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-27T18:41:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4103591/">
    <title>Horror zum Einschlafen.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4103591/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; &lt;a href=&quot;http://nippifippi.wordpress.com/2007/07/25/ab-ins-bett/&quot;&gt;Frau Jones&lt;/a&gt; hat gestern den Film KEN PARK gesehen. Und auch ich hab mir zu später Stunde noch sehr kontroverses Kino &quot;gegönnt&quot;. Da ich ja u.a. Filmwissenschaft studiere, bin ich unheimlich aufgeschlossen was Filme angeht. Besonders Filme, die Gewalt und Sexualität thematisieren und all ihre Schattenseiten aufzeigen, sind in dem Zusammenhang interessant für mich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hab ich mir vor dem Einschlafen mal wieder seit langem IRRÉVERSIBLE und MENSCHENFEIND reingezogen. Das sind so zwei Filme, die sich auf ewig in die Erinnerung eindreschen und zwar mit der Gewalt, die sie darstellen. Genau wie bei Pasolinis nihilistischem Manifest SALÒ: DIE 120 TAGE VON SODOM, sitzt der Kloß tief im Hals des Zuschauers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was soll man von beiden Filmen halten? Nun. Ich würde wohl erstmal dazu raten, diesen Film nicht aus Unterhaltungszwecken zu sehen. Das sind alles andere als Splatterfilme (vor allem IRRÉVERSIBLE).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In IRRÉVERSIBLE regnet es hypnotische Bilder unter dem Slogan &apos;Die Zeit zerstört alles&apos;. Der Film beginnt hinten und arbeitet sich rückwärts nach vorne zum Anfang (vergleichbar mit Nolan&apos;s MEMENTO). Der Film &quot;beginnt&quot; also in dem Schwulenclub &apos;Rectum&apos; (Paris?). Zwei aufgebrachte Männer stürmen diesen Club. Sie suchen jemanden. Von Anfang an zieht die Kameraführung den Zuschauer in einen sprichwörtlichen Sog. Wie ein Blatt im Wind wirbelt sie umher. Pausenlos. Was teilweise wie eine sehr anstrengende visuelle Erfahrung wirkt, dient dem Zweck des willkürlichen Berührens des Zuschauerauges. So wie hier im kommenden Gezeigten die Grenzen der Moral und Ethik aufgeweicht werden, so werden uns die &quot;Gesetze&quot; der Kadrierung um die Ohren gehauen. Wir dürfen dann in Nahaufnahme, nach vielen sadomasochistischen Begegnungen im Club, nach erigierten Penissen, ein Inferno der Gewalt bezeugen, dessen Gründe uns an dieser Stelle des Films noch gar nicht erschließbar sind. Ein Arm wird über das Bein gebrochen, der anschließende Racheakt, bei dem einem Menschen in Nahaufnahme mit erschreckender Echtheit und brachialer Wucht der Schädel mit einem Feuerlöscher eingeschlagen wird. Zehn bis fünfzehn Mal sehen wir zu, wie das Gesicht immer unerkenntlicher deformiert wird, der Tod dieses Menschen lässt auf sich warten. Man sieht wie sein Körper noch zu minimalen Reaktionen fähig ist, bis der Schädel nur noch Matsch ist.&lt;br /&gt;
Ich war beim ersten Mal so fassungslos, weil ich so was noch nicht mal in einem Splatterfilm gesehen habe. Es hat so echt gewirkt, weil der Film mit der unsichtbaren Montage, dem digitalen Schnitt arbeitet.&lt;br /&gt;
Das ist die Einleitung des Films. Man weiß nicht, wie man das bewerten soll. Es ist nachzuvollziehen, dass man dazu neigen würde dem Regisseur eine Verherrlichung zu unterstellen, da dieser Film einen blinden Fleck unserer Gesellschaft abtastet.&lt;br /&gt;
Mit voranschreitender Geschichte erschließen sich langsam die Gründe für dieses Gewaltinferno. In der Mitte des Film können wir begreifen, dass die beiden Männer einen Mann suchen, der die Freundin des Einen in einer Straßenunterführung vergewaltigt hat.&lt;br /&gt;
Diese Vergewaltigung ist die albtraumhafteste Sequenz, die ich jemals im Verständniskontext eines Filmes wahrgenommen habe. Alle Paradigmen meiner Wahrnehmung wurden dabei gelähmt. Die Vergewaltigungssequenz dauert zehn Minuten. Dies ist eine der wenigen Stellen im Film, an dem die Kamera zur Ruhe kommt. Sie stellt sich in Untersicht zum Geschehen auf und beobachtet dieses voyeuristisch. Ich bin ja echt überhaupt nicht empfindlich, aber mit was für einer Gewalt und Erniedrigung diese Vergewaltigung abläuft, treibt einem alles hoch. Menschen, die der Meinung sind, dass man doch so was nicht im Film zeigen kann, die haben nicht begriffen, dass es nichts aber auch nichts an einer Vergewaltigung gibt, das man beschönigen kann. Und deswegen ist diese Snuff-vergleichbare Einstellung so echt. Im Hintergrund, im Unscharfen betritt ein Mann die Unterführung, der die Vergewaltigung registriert, aber aus Scham (Zivilcourage) auf dem Fuß umdreht und verschwindet. Die Vergewaltigung soll an der Stelle noch ganze fünf Minuten dauern. Das ist eine Schlüsselszene, in der dem Betrachter nun endgültig die Pistole auf die Brust gesetzt wird und dieser nicht mehr leugnen kann, dass das Gezeigte zwar keine Realität ist (weil eben fiktiv), aber der Wahrheit entspricht. Man wird eingemauert und bis ins Unerkenntliche traumatisiert. Wir balancieren an einer Grenze des psychischen Schmerzes. Wir vergessen unsere Umgebung und werden hinein gesaugt. Das ist wirklich bemerkenswert an diesem kontroversen Film. Bei der Uraufführung von IRRÉVERSIBEL verließen mehr als 600 Menschen den Saal, weil sie dem nicht mehr gewachsen waren.&lt;br /&gt;
Wir beobachten also eine anale Penetration eines schwulen Zuhälters, der seine physische Gewalt mit unglaublicher verbaler Gewalt und Angst komplettiert. Er will &quot;Papa&quot; genannt werden, während er den zitternden Frauenkörper mit unermesslicher Brutalität zerstört. Der Vaterkomplex, der Abgesang auf Religion und Gott (anale Vergewaltigung). Ein Akt, der motiviert wird durch den Wunsch nach Liebe auf der einen Seite (Vergewaltiger) und auf ein Zerstörungsakt auf der anderen Seite (Opfer), zerstört uns alle Illusionen von Sex, Liebe, Rachegefühlen und Moral.&lt;br /&gt;
Er beendet seine Vergewaltigung (man sieht seinen erigierten Penis) indem er ihren Kopf nimmt und so oft auf den harten dreckigen Betonboden schlägt, dass sowohl ihr Bewusstsein, als auch ihr Gesicht zur Unerkenntlichkeit aufgelöst wird. In diesem Moment bewegt sich die Kamera, die genau wie der Zuschauer gelähmt daneben stand (was sie wohl als unser Auge identifizieren soll) auf das Geschehen zu. &lt;br /&gt;
Das Trauma ist komplett. Es wirkt beinahe pietätlos, dass am Ende eine unheimlich liebevolle Sequenz gezeigt wird, wobei der &quot;später&quot; vergewaltigten Frau ihre Schwangerschaft bewusst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Film zeigt die Zerstörungswelle der Zeit, die Rache, das Lahmlegen von Moral und Liebe. Er hat das Leben so unvorstellbar bestialisch zugerichtet, wie das Kopfkino im Zuschauer. Diesen Film wird man niemals vergessen, denn seine Wirkungskraft, wie Stiglegger schreibt, wird das Publikum mit der Wucht einer Dampframme mitten ins Herz treffen. Hass, Wut, Tränen, Blindheit und Liebe. &lt;br /&gt;
IRRÉVERSIBLE ist einer der radikalsten und existenziellsten Kommentare zum Kontext zwischen Leben, Film und Zeit, der in den heutigen Zeiten überhaupt denkbar ist.&lt;br /&gt;
Er soll nicht provozieren, er soll lähmen und alles verändern. Deswegen: Vorsicht. Extrem empfehlenswert.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Kreative+Erg%C3%BCsse&quot;&gt;Kreative Ergüsse&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-25T07:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4098160/">
    <title>Du bist Deutschland.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4098160/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Wer seit ein paar Wochen mal wieder in der Tram von Jena gesessen hat, wird eine erschreckende Diagnose ausstellen müssen: der Zustand des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms der Stadt Jena hat sich drastisch verschlimmert. Von vorn bis hinten, von oben bis unten ist die Bahn von innen beschriftet mit Kinderzitaten. Die kleine Jessica (7 Jahre) meint z.B., dass sie froh sei, gerne in Jena zu wohnen, weil ihre ganze Familie in einem Haus wohnt und alle einer Arbeit nachgehen.&lt;br /&gt;
Dass es nicht schwer ist, eine sechs-köpfige Familie in zehn Stockwerken eines Neubaublocks unterzubringen, weiß die kleine Jessica wohl noch nicht. Und dass das stündliche Pfandflaschen-Zurückbringen von Papa gar keine richtige Arbeit ist, wird sie auch noch rechtzeitig erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder der kleine Lukas (auch 7 Jahre), der Jena so toll findet, weil das Stadion des Carl-Zeiss-Jena-Fussballclubs so richtig dufte ist. Er kann noch nicht ahnen, wieviel Urin und Kotze in den angrenzenden Grünflächen jedes zweite Wochenende einsickert. Ihm ist auch noch nicht bewusst, dass die Jungs mit den verschiedenen Trikots im Paradiespark nicht laut singen und miteinander spielen, sondern sich anschreien und sich die nächsten 10 IQ-Punkte aus dem Schwabbelkasten nördlich vom Hals rausprügeln. Der kleine Lukas hat auch keine Ahnung, dass ein Stadion eben Standard für eine Stadt sein sollte. Kinder sind so schön naiv, dass finde ich toll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSCF0792&quot; width=&quot;300&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/DSCF0792.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zitataktion zeigt mal wieder eins:&lt;br /&gt;
Jena will geliebt werden, steht aber bei Familienfeiern der Großstädte immer noch in der Ecke. An Selbstbewusstsein mangelt es nicht, wohl eher daran, dass sich kein Schwein für die Stadt der Denker und Dichter interessiert. Die Gründe dafür liegen ein kleines bisschen auf der Hand. Ob nun nach Neil Postman oder Aldous Huxley. Kurz zusammengefasst wir verblöden, weil wir es wollen und deswegen auch zulassen. Das fängt ironischerweise bei TV-Sendungen an, die sich über dumme Menschen lustig machen. Menschen, die auf die Frage, wieviel Einwohner unsere Monarchie (*g*) Deutschland wohl habe, mit einem charmant-dümmlich fragenden &quot;Keene Ahnung! Drei Miionen?&quot; antworten (das &apos;ll&apos; in &apos;Millionen&apos; fehlt nicht ohne Grund). Wenn ich das sehe, lustig finde und zwei Tage später auf Arbeit einem Kollegen erzähle, der dann mit mir lacht um anschließend zu sagen &quot;Drei Millionen. Haha, ist das lustig. Wie blöd kann man sein. Das sind doch mindestens 5 Millionen.&quot;, dann find ich das einfach nur noch witziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind so degeneriert, dass wir nur noch erzählen. Wir haben gar nicht mehr den Drang unsere sozialkulturell-subjektive Wirklichkeit zu überprüfen. Deswegen lassen wir doch unsere Kidner sprechen. Wir zitieren sie, weil sie sich nicht dafür schämen müssen, dass sie das sagen, was wir als Erwachsene sagen wollen. Sie dürfen naiv sein. Sie sind damit ja nicht dumm. Wenn Jessica in zehn Jahren eventuell dann das zweite Mal abgetrieben hat und sich mit Lukas trifft, dessen drittes Strafverfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt wurde, dann werden sie lustig Klingeltöne austauschen, &quot;Das perfekte Dinner&quot; gucken und sich einig sein, dass es gar nicht so schlimm ist genau so &quot;viel&quot; zu wissen wie vor zehn Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neil Postman sagte mal: &quot;Fernsehen wurde nicht für Idioten erschaffen - es erzeugt sie.&quot;. Der Knabe hat verdammt recht damit. Unsere Sehgewohnheiten modifizieren sich weiter und weiter. Wir lassen uns totlügen und mit besonders tollen Plakaten in der Bahn erfreuen. Ist ja auch viel intressanter, als die doofe Tageszeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind morsch im Kopf, kennen nicht die Einwohnerzahl unseres Landes und lassen uns von den Kindern feiern, was wir doch alles auf die Beine gestellt haben. Wir haben uns über viele Jahre BWL in die Köpfe gedroschen, sind dabei den fiesen Steinen der Kultur und Bildung ausgewichen und konnten uns die Telefonnummer der tätowierten Schlampe von nebenan merken, der wir einen reingejubelt haben. Wir sind degeneriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind Deutschland. Wir sind &apos;Dichter&apos; als Goethe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf uns und unsere genialen Kinder, die wiedermal bewiesen haben, dass sie sich aus Unwissenheit und Naivität ausnutzen lassen, uns ein Spiegelbild unseres genialen Erfolgs zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebes Jena, du bist eine schöne Stadt. Aber leck mich am Arsch.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Morbide+Welt&quot;&gt;Morbide Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-23T14:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4091259/">
    <title>Turbulenzen im Regen.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4091259/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Der Tag fing schon so geil an. Mein Gehirn ging gestern (Donnerstag) nach einer sehr geilen Ästhetik-Klausur nach exakt 57 Stunden ohne Schlaf flöten. Man kann sich das vorstellen wie Tetris auf dem Game Boy bei Level 69. Informationen wurden nur noch fragmentartig verarbeitet. Einer potentiellen Antwort griff ein Sabbern zuvor. Die Augenringe konnte man als Hängematten benutzen. Und auch sonst wies alles äußerlich an mir darauf hin, dass ich mich nun den LAN-Parties verschrieben habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die Hässlichkeit Deutschlands war gestern Mittag an mir vereint und ich dachte mir: Scheiße, diesmal siegt der Inhalt wohl ausnahmsweise mal über die Form.&lt;br /&gt;
Selbst Alfons Knitterfresse, das Mädchen mit dem Adamsapfel, im Büro einer Finanzinstitution der Stadt Jena, machte neben mir eine verdammt gute Figur. Und der Typ ist so langsam, dass er rückwärts gehen müsste um stehen zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe es ohne Hinfallen nach Hause geschafft. Zuhause angekommen habe ich noch registriert wie ich meine Tasche in die Ecke feuerte, bevor ich einen gekonnten One-Eighty hinlegte, meinen Kadaver Richtung Bett fallen ließ mir schön die Schnauze an der Raufasertapete verschorfte und in ein Koma fiel, dass heute früh gegen 4.30 Uhr endete. Es dämmerte schon ein wenig, dass Radio im Badezimmer spielte No Sleep Till Brooklyn von den Beastie Boys  was ein Anzeichen dafür war, dass mein Mitbewohner vom Feiern zurück war  und ich lauschte beinahe dehydriert der abgeranzten Stimme meines Mitbewohners, der da versuchte mich in ein Gespräch zu verwickeln.&lt;br /&gt;
Nachdem er es geschafft hatte, meinen vor sich hinsiechenden Körper des Bettes zu entledigen, gingen wir im Morgen an der Saale in Wenigenjena spazieren. Bis um 7 Uhr. Dann fiel er in ein Koma. Ich ging in die Bibliothek, nachdem ich aus Frust darüber gereihert habe, dass ganze fünf (!) Hausarbeiten darauf warten von mir verfasst zu werden. Vorher gab es noch eine dezente Kaffeeschleife im Illy, bei der Thomas bei mir Erinnerungen an die wohl beste Sitcom aller Zeiten (Seinfeld) weckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neun Stunden später (also vor drei Stunden) denke ich mir: Alter, heute gönnst du dir eine Flasche Rotwein und ne Schachtel Zigaretten!&lt;br /&gt;
Es donnerte, stürmte und regnete draußen bereits heftig. Ich sah aus dem Fenster und erblickte eine Oma, die ganze 0,00000000000009 km/h drauf hatte um sich in den Tunnel unter unserem Haus zu retten.&lt;br /&gt;
Ich ging los. Kurze Hose, weißes Hemd und Flip-Flops. Einkaufen ist ja schließlich kein Ponyhof, da muss man mal den Arsch geschlossen halten und das bisschen Nieselregen verkraften.&lt;br /&gt;
Drei Minuten später betrete ich triefnass den Supermarkt. Und dann passierte es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich rutschte im gefliesten Eingangsbereich vor ungefähr zehn Leuten mit meinen glitschigen Flip-Flops aus. Ich hab es riechen gehört. Der Boden war nass-dreckig-verschmiert von all den Amöben, die da standen. Amöben deswegen, weil mindestens drei von den gelacht hatten. Und während ich in stilvoller Zeitlupe am Kopierer (der merkwürdiger Weise gleich neben dem Bäckerstand im Eingangsbereich positioniert ist) vorbei flog, mit den Füßen nach oben, bereit den Fliesen zu zeigen, wer hier den härteren Sack hat, schossen drei Dinge durch meinen Kopfzirkus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. HABE ICH TATSÄCHLICH VERGESSEN MEINEN GELDBEUTEL MITZUNEHMEN? ICH BLÖDER VOLLARSCH, ICH? ICH BIN NICH MAL ALS TORPFOSTEN ZU GEBRAUCHEN. LEBEND NUTZE ICH DER WELT ANSCHEINEND NICHT VIEL.&lt;br /&gt;
2. WEISSES HEMD? ICH BLÖDER VOLLARSCH, ICH? ICH BIN NICH MAL ALS TORPFOSTEN ZU GEBRAUCHEN. LEBEND NUTZE ICH DER WELT ANSCHEINEND NICHT VIEL.&lt;br /&gt;
3. DA IST SCHMUTZ AUF DEM FUSSBODEN, ODER? ICH BLÖDER VOLLARSCH, ICH? ICH BIN NICH MAL ALS TORPFOSTEN ZU GEBRAUCHEN. LEBEND NUTZE ICH DER WELT ANSCHEINEND NICHT VIEL.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann machte es RUMMS und ich lag im Dreck. Ohne Geld, ohne Hoffnung, gedemütigt von Menschen, die grundsätzlich ein Norr an jeden Satz ranpacken. Ich stand auf, sah an mir runter und suchte in meinen Taschen nach einer coolen Rede um meiner Demütigung entgegen zu treten. Ich fand aber nur meine Finger-Abschiedspistolen mit denen ich mich wieder in den Regen begab. Nach Hause.&lt;br /&gt;
Ich zog mich aus und beschloss, dass Alfons Knitterfresse dafür büßen muss, sobald ich ihn wieder sehe in seinem lachscremefarbenen Kaschmir-Rollkragenpullover mit einem Erdbeerjogurt in der Hand.&lt;br /&gt;
Mein Mitbewohner gab mir ein Glas viertklässige Cola aus. Und nun sitze ich hier. Draußen regnet es nicht mehr. Ich bin auch trocken und im Flur liegen Flip-Flops, auf die heute Nacht im Dunkeln noch meine Aggressionsvioline wartet.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Zynische+Sensationen&quot;&gt;Zynische Sensationen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-20T19:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4085416/">
    <title>Zwei Dinge am Donnerstag.</title>
    <link>http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/stories/4085416/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Nachdem ich jetzt seit fast 48 Stunden (fast) durchgängig wach bin und heute meine letzte Klausur schreibe, habe ich zwei Dinge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Ich bin durch. Leute, die mit Sprüchen hantieren wie &quot;Schlafen kann man noch, wenn man tot ist&quot;, haben keine Ahnung davon, wie es ist, von der Zeit ins Knie gefickt zu werden. Aber alles hat ein Ende. Wenn ich meinen Stift nachher zur Seite lege und alles über Baumgarten, Wölfflin, Kant, Wilde, Hegel, Danto, Seurat, Botticelli, Duchamps &amp; Magritte verloren habe, dann werde ich mit einer Uzi auf den Campus gehen und dann vermutlich einfach einschlafen. Hab mich lange nicht mehr so aufs Träumen gefreut. Mein Rekord der Schlaflosigkeit liegt übrigens bei knapp 62 Stunden aus dem Jahr 2003. Ich werde alt. Und das schon vier Jahre später (2007).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Ich verstehe immer noch nicht, warum alle auf der &apos;Tour de Farce&apos; rumhacken. Jetzt sind die Radfahrer eben alle nicht mehr gedopt. Früher waren sie es. Where is the fucking difference? Jetzt sind sie alle genauso gut wie früher. Nur eben langsamer. Ich glaube ja, dass dieses Doping-Ding nur eine finanzielle PR-Sanierungsaktion war, damit man länger im Fernsehen dabei zuschauen kann wie ne Milliarde Männer auf Drahteseln durch die Gegend botten. Früher waren alle schnell, wegen dem Doping. Jetzt sind alle langsamer, weil sie nicht mehr Dopen. Es werden trotzdem die selben immer gewinnen. Also. Viel Spass bei der &apos;Tour de Farce&apos;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//abstrakt bleiben.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Das+%27By-the-way%27&quot;&gt;Das &apos;By-the-way&apos;&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bastiH</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-19T05:37:00Z</dc:date>
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    <title>STOPP und Splitter im Gewebe.</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;37&quot; alt=&quot;apos&quot; width=&quot;40&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/apos.jpg&quot; /&gt; Ich versuche ganz tief Luft zu holen. Kann es nicht, weil ein Alb auf meiner Brust sitzt. Ihr wisst was damit gemeint ist.&lt;br /&gt;
Soviel Chaos in den letzten Wochen, so viel Stress, so viel Stress und so wenig Schlaf und ein unüberschaubarer Berg an Gefühlen. Ich spiele mit dem Gedanken einen Diener zu beschäftigen, der bei mir aufräumt. &lt;br /&gt;
Ich blicke mich um. Alles sauber. Ich überlege trotzdem ob er kommen solle um aufzuräumen. In meinem Kopf.&lt;br /&gt;
Es war soviel zu bewältigen in letzter Zeit. Ich musste so viele Entscheidungen in zu kurzer Zeit treffen. Kein Augenblick um STOPP zu schreien. Es scheint, als ob man manchmal vergessen kann zu vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I forgot to remember to forget.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ganzen Abend hab ich geheult. Den ganzen Abend sah ich glücklich aus. Den ganzen Abend habe ich geredet und zugehört. Ich blickte in alle Richtungen gleichzeitig. Ich hab gespürt, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich platze, bis ich laut STOPP schreie, Zeit und Raum kollabieren lasse und alles einstampfe, dass im Woanders meines Vergessens und Erinnerns zuhause ist. Ich bin fasziniert von jedem System, das wir uns selber basteln, um mit all den Eindrücken, die auf uns einprasseln, klarzukommen. Ich träume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;288&quot; alt=&quot;dream&quot; width=&quot;352&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/BastiUndSeinKleinerKopfzirkus/images/dream.jpg&quot; /&gt; Der Alb auf meiner Brust schnürt mir die Luft ab. Da steht sie. Den ganzen Abend haben wir uns angesehen, den ganzen Abend war ich blind. Ich überlege kurz alle Entscheidungen aus letzten Tagen in kleine Teile zu hauen, STOPP zu schreien, zu vergessen und Erinnern reversibel zu machen.&lt;br /&gt;
Plötzlich hab ich ihre Hand in der Hose. Es ist wie ein Splitter im Gewebe. Mein Atem ist schwer. Meine Augen geschlossen. Mein Herz schlägt. Ich spüre Lippen. Das Karussell in meinem Kopf zieht noch einmal an. Der Whiskey wirkt und es ist laut. Es ist so warm. Ich rieche nur meine Tränen, ihren Atem, Schweiß, Hitze, meine Schmacht, meine Entscheidung, meine Erinnerungen.&lt;br /&gt;
Die Leute in diesem Club nehmen nichts wahr. Ich vergesse für einen Moment das Vergessen. Das ist grad ein Moment, der nicht einfach so mutwillig auf hartem Asphalt niedergetreten werden kann. Mit Leichtigkeit. Leichtigkeit, die keinen Respekt kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liege mit ihr auf einmal auf einer Wiese. Keine Ahnung, wie ich aus dem Club dahin gekommen bin. Sie liegt auf mir. Es ist so warm. Ihre Schweißtropfen schlagen wie Gewehrkugeln auf meinem Gesicht ein. Ich bekomme immer noch keine Luft. Sie ist fast nackt. Ich auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will vergessen. Das ist neben Träumen ein System, dass ich mir gebastelt habe, um mit all den Eindrücken, die auf mich einprasseln, klarzukommen.&lt;br /&gt;
Ich spüre ein Rauschen. Es ist so laut, dass es jegliche Wortnäherungen verschluckt und nur noch Phrasen, Fragmente und Bruchstücke als missglückte Artikulationsversuche den ohrenbetäubenden Lärm meines Atmens übertönen. &lt;br /&gt;
Ich denke an Liebe und an meine Entscheidungen. Mein Mund ist offen. Meine Augen nicht. Wasser drängelt sich die Wangenknochen runter. Sie sitzt immer noch auf mir. Meine Hände zittern und ich spüre das Gras der Paradies-Wiese unter meinem Hintern. Ich weiß nicht wer sie ist. Aber es erlöst.&lt;br /&gt;
Ich habe vergessen. Das System funktioniert. Es ist alles so anonym, dass ich mich nicht schämen muss so laut dabei zu weinen. Es scheint sie anzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe ist ein Prozess, der dem des Vergessens und des Erinnerns ähnelt. Es ist ein Prozess, der nach dem folgenden Prinzip funktioniert:&lt;br /&gt;
NICHTS, was wir einmal geistig besessen haben, kann ganz und gar verloren gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat immer noch eine Hand in meiner Hose. Mit der anderen zieht sie ein Gummi aus dem Nirgendwo. Ich kann es hören, es knistert. Sie reißt es auf. Ich stoße sie runter. Ich stehe auf und schreie mit brachialer Wucht STOPP durch die Nacht, durch den Park, durch den scheiß Raum, durch die abgefuckte Zeit. &lt;br /&gt;
Ich schreie und schreie, als wäre der Alb auf meiner Brust geplatzt und hätte mir all die Luft wiedergegeben, die mir so fehlt. Ich schreie. Ich weine. Ich sehe alles durch einen Vorhang der Enttäuschung. Des Nichts. Ich laufe nur wenige Schritte, dann breche ich zusammen und weine. So stark und so laut, dass keine Zeit zum Luftholen da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Echo hallt zurück. STOPP flüstert es mir. Ich verschwende keinen Gedanken, wo das Mädel hin ist, das eben noch auf mir saß.&lt;br /&gt;
Ich steige innerlich hinab in das Woanders, rieche nur meine Tränen, meinen alkoholschwangeren Atem, Schweiß, Hitze, meine Schmacht, meine Entscheidung, meine Erinnerungen.&lt;br /&gt;
Ich habe nichts vergessen. Ich reiße meine Augen auf, blicke nach oben und schreie mit letzter Kraft alles aus mir heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
STOPP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benommen vom Alkohol übergebe ich mich. Eine Hand berührt scheinbar mein Gesicht. Und dann höre ich ihre Stimme. Das kann nicht sein. Wo kommt ihre Stimme her? Sie sagt, dass sie mich liebt. Meine Tränen laufen weiter. Ich bin zu nichts fähig, liege gelähmt an einem Fleck und spüre das Glück in mir und die Liebe, die ich den ganzen Abend gesucht habe.&lt;br /&gt;
So viele Antworten auf so vielen Wegen. &lt;br /&gt;
Man kann sowohl beim Erinnern als auch beim Vergessen genießen, dass man in sicherer Distanz über dem Boden des Brunnens vielschichtiger Identifikation am haltlosen Seil schwebt. Würde man am Boden sitzen, dann würde man stochern. Stochern bedeutet nach Kontrolle zu streben.&lt;br /&gt;
Ich fühl mich frei und gut mit ihren Worten, sehe erschöpft nur noch meine Hand, die mein Handy zuklappt. Ich schlafe ein und erinnere mich an dieses entsetzliche Chaos an dem Abend.&lt;br /&gt;
Und dann kam sie. Ihre Worte waren das Echo meiner Entscheidungen, meiner Erinnerungen.&lt;br /&gt;
Dinge, die ich nicht vergessen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebt nicht auf. Egal, wie sehr ihr zweifelt. Wenn sie kommt und ihr liebt. Dann kämpft und stoßt die Schlampe von euch runter, die auf euch sitzt. Sie ist der Alb, der euch die Luft nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schreit so laut ihr könnt: STOPP.&lt;br /&gt;
Und dann vergesst alles, wenn ihr euch erinnert.</description>
    <dc:creator>bastiH</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bastiundseinkleinerkopfzirkus.twoday.net/topics/Emotionale+Realit%C3%A4ten&quot;&gt;Emotionale Realitäten&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-07-15T14:31:00Z</dc:date>
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