Zynische Sensationen

Freitag, 5. Oktober 2007

Nur ein Freitag.

apos Ist es uncool, wenn man mit geschlossenen Augen in der Straßenbahn sitzt und Musik hört und man nicht mitbekommt, dass Kontrolleure in die Bahn eingestiegen sind. Und da man nichts mitbekommt, wenn man freiwillig zwei Sinne abschottet, ist es noch lange nicht legitim, dass der Kontrolleur einem dann ans Schienbein tritt (!) um sich die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Wenn ich nach diesem Tritt mir dann seinen Ausweis ganz genau zeigen lasse, um ihn dann zu fragen "Aber da steht ja gar nicht 'Angestellter für Schienbeintritte'...", ihn dann mit einem arroganten Blick strafe, meinen Blick dann auf mein Schienbein fallen lasse, mir die Ohrstöpsel wieder rein mache und die Augen schließe [Sinnesabschottung Teil 2] ohne meinen Fahrausweis zu zeigen, ist das dann uncool?

Finde ich eigentlich nicht. Es gibt nicht viele Momente in denen ich so abgebrüht bin. Ich war richtig stolz so schnell so lässig zu reagieren. Nun. Der Kontrolleur sah das anders. Er hat auch nicht gewunken, als ich dann ausgestiegen bin.

Mir egal. Hab heute was verdammt wichtiges zu erledigen, da kann ich nicht bei solchem Mist an die Decke gehen.

Freitag, 20. Juli 2007

Turbulenzen im Regen.

apos Der Tag fing schon so geil an. Mein Gehirn ging gestern (Donnerstag) nach einer sehr geilen Ästhetik-Klausur nach exakt 57 Stunden ohne Schlaf flöten. Man kann sich das vorstellen wie Tetris auf dem Game Boy bei Level 69. Informationen wurden nur noch fragmentartig verarbeitet. Einer potentiellen Antwort griff ein Sabbern zuvor. Die Augenringe konnte man als Hängematten benutzen. Und auch sonst wies alles äußerlich an mir darauf hin, dass ich mich nun den LAN-Parties verschrieben habe.

All die Hässlichkeit Deutschlands war gestern Mittag an mir vereint und ich dachte mir: „Scheiße, diesmal siegt der Inhalt wohl ausnahmsweise mal über die Form.“
Selbst Alfons Knitterfresse, das Mädchen mit dem Adamsapfel, im Büro einer Finanzinstitution der Stadt Jena, machte neben mir eine verdammt gute Figur. Und der Typ ist so langsam, dass er rückwärts gehen müsste um stehen zu bleiben.

Ich habe es ohne Hinfallen nach Hause geschafft. Zuhause angekommen habe ich noch registriert wie ich meine Tasche in die Ecke feuerte, bevor ich einen gekonnten One-Eighty hinlegte, meinen Kadaver Richtung Bett fallen ließ mir schön die Schnauze an der Raufasertapete verschorfte und in ein Koma fiel, dass heute früh gegen 4.30 Uhr endete. Es dämmerte schon ein wenig, dass Radio im Badezimmer spielte „No Sleep Till Brooklyn“ von den Beastie Boys – was ein Anzeichen dafür war, dass mein Mitbewohner vom Feiern zurück war – und ich lauschte beinahe dehydriert der abgeranzten Stimme meines Mitbewohners, der da versuchte mich in ein Gespräch zu verwickeln.
Nachdem er es geschafft hatte, meinen vor sich hinsiechenden Körper des Bettes zu entledigen, gingen wir im Morgen an der Saale in Wenigenjena spazieren. Bis um 7 Uhr. Dann fiel er in ein Koma. Ich ging in die Bibliothek, nachdem ich aus Frust darüber gereihert habe, dass ganze fünf (!) Hausarbeiten darauf warten von mir verfasst zu werden. Vorher gab es noch eine dezente Kaffeeschleife im Illy, bei der Thomas bei mir Erinnerungen an die wohl beste Sitcom aller Zeiten (Seinfeld) weckte.

Neun Stunden später (also vor drei Stunden) denke ich mir: „Alter, heute gönnst du dir eine Flasche Rotwein und ne Schachtel Zigaretten!“
Es donnerte, stürmte und regnete draußen bereits heftig. Ich sah aus dem Fenster und erblickte eine Oma, die ganze 0,00000000000009 km/h drauf hatte um sich in den Tunnel unter unserem Haus zu retten.
Ich ging los. Kurze Hose, weißes Hemd und Flip-Flops. Einkaufen ist ja schließlich kein Ponyhof, da muss man mal den Arsch geschlossen halten und das bisschen Nieselregen verkraften.
Drei Minuten später betrete ich triefnass den Supermarkt. Und dann passierte es:

Ich rutschte im gefliesten Eingangsbereich vor ungefähr zehn Leuten mit meinen glitschigen Flip-Flops aus. Ich hab es riechen gehört. Der Boden war nass-dreckig-verschmiert von all den Amöben, die da standen. Amöben deswegen, weil mindestens drei von den gelacht hatten. Und während ich in stilvoller Zeitlupe am Kopierer (der merkwürdiger Weise gleich neben dem Bäckerstand im Eingangsbereich positioniert ist) vorbei flog, mit den Füßen nach oben, bereit den Fliesen zu zeigen, wer hier den härteren Sack hat, schossen drei Dinge durch meinen Kopfzirkus:

1. HABE ICH TATSÄCHLICH VERGESSEN MEINEN GELDBEUTEL MITZUNEHMEN? ICH BLÖDER VOLLARSCH, ICH? ICH BIN NICH MAL ALS TORPFOSTEN ZU GEBRAUCHEN. LEBEND NUTZE ICH DER WELT ANSCHEINEND NICHT VIEL.
2. WEISSES HEMD? ICH BLÖDER VOLLARSCH, ICH? ICH BIN NICH MAL ALS TORPFOSTEN ZU GEBRAUCHEN. LEBEND NUTZE ICH DER WELT ANSCHEINEND NICHT VIEL.
3. DA IST SCHMUTZ AUF DEM FUSSBODEN, ODER? ICH BLÖDER VOLLARSCH, ICH? ICH BIN NICH MAL ALS TORPFOSTEN ZU GEBRAUCHEN. LEBEND NUTZE ICH DER WELT ANSCHEINEND NICHT VIEL.

Dann machte es RUMMS und ich lag im Dreck. Ohne Geld, ohne Hoffnung, gedemütigt von Menschen, die grundsätzlich ein „Norr“ an jeden Satz ranpacken. Ich stand auf, sah an mir runter und suchte in meinen Taschen nach einer coolen Rede um meiner Demütigung entgegen zu treten. Ich fand aber nur meine Finger-Abschiedspistolen mit denen ich mich wieder in den Regen begab. Nach Hause.
Ich zog mich aus und beschloss, dass Alfons Knitterfresse dafür büßen muss, sobald ich ihn wieder sehe in seinem lachscremefarbenen Kaschmir-Rollkragenpullover mit einem Erdbeerjogurt in der Hand.
Mein Mitbewohner gab mir ein Glas viertklässige Cola aus. Und nun sitze ich hier. Draußen regnet es nicht mehr. Ich bin auch trocken und im Flur liegen Flip-Flops, auf die heute Nacht im Dunkeln noch meine Aggressionsvioline wartet.

Freitag, 15. Juni 2007

Ein brutales Wochenende.

aposPünktlich zum Wochenende verfliegen die grauen Wolken aus meinem Kopf um sich zu einer fetten Wolkendecke über Jena zu verteilen. Macht nix. Heut war lecker Frühstück in meinem zukünftigen neuen Zuhause angesagt: das Wohnheim in der Schlegelstraße. Was hab ich über Lobeda abgestunken. Und nun zieh ich da im August hin. Das Leben ist aber nun mal eine Olive: man isst sie, kämpft mit einem trockenen brechreizähnlichem Würgen und versucht cool dabei auszusehen, was eigentlich genauso unmöglich ist, wie wenn man als Kerl nackt aus sehr kaltem Wasser steigt. Da kann man auch nicht cool aussehen. Auf jeden Fall erinnerte ich mich an eine Theorie von einer mir nahe stehenden Person, die besagt, dass der Autobahntunnel, der direkt an der DDR-Plattenbausiedlung in Lobeda-West gebaut wurde, nicht den Zweck hat die Anwohner vor Autobahnlärm zu schützen. Wahrscheinlicher ist, dass die Autofahrer vor dem Anblick/den Anwohnern geschützt werden müssen. Soviel dazu. Lobeda hat den selben Coolheitsgrad wie alle Sandra Bullock-Filme und die Essensfrau in der Mensa, die immer Pflaster an den Fingern hat, während sie Essen verteilt, und sich stets darum bemüht, dass ja immer ein Finger das Essen auf dem Teller berührt.

Ganz spektakulär war der Weg heut früh um 7.30 Uhr MESZ zur Uni. In Gedanken versunken habe ich aus Versehen einen Mini-Opa angerempelt, der ein bisschen nach Formaldehyd roch. Und da wollte der doch echt nen Beef anzetteln mit der Aussage: „Passen se doch oof, wo se hinloofen, sie Arschloch!“.
Der Tag hat noch nich mal angefangen und schon gibt’s ne dicke fette Verbalbombe von Gandalf ohne Bart in DDR-Manier. Ich war sprachlos. Ich ging weiter und hörte es noch brabbeln. Wer alt und langweilig ist und wie n Arsch riecht, der ist es nicht würdig mir ein Statement zu entlocken. Menschen sind echt manchmal einfach nur scheiße. Menschen sind mit Monstersoße überzogene Monster mit Monsterfüllung drin (*Anmerkung: Dr. Bob Kelso). Die nächste Omi, die meinen Weg kreuzt, hat erstmal nen berbarst harten Battle mit mir an den Hacken. Ich hatte da an meinen 1000-Jahre alten Nachbarn gedacht, der für das Postholen in der Regel 20 Minuten braucht und der mich prinzipiell immer mit der salutierenden Hand begrüßt. Aber der ist einfach zu korrekt.

Und nun beende ich meine erbärmliche Woche mit dem in meinem Hirn eingebrannten Wikipedia-Penis vom lieben Herrn Pulsiv signiert und einem erfrischenden Guiness-Bier in nem halbwegs angenehmen Ambiente. Nicht angenehm ist zum Beispiel das CLEANICUM in der Wagnergasse in der ich schon zweimal ne Telefonnummer zugesteckt bekam von der Bedienung, die mir aber zu viel Penis in beiden Fällen zwischen den Beinen zu baumeln hatte. Außerdem hängen da alle Intelligenzverweigerer der Stadt nach einer bestimmten Uhrzeit ab. UND – um das nicht zu vergessen – im CLEANICUM gab es mal einen „Nudeltag“. Ich kann nur hoffen, dass damit das Gericht gemeint war, trotzdem stieg der Schuppen damit auf meine Liste der absolut vermeidbaren Dinge und Ereignisse in die Top-Ten ein. Hier noch mal die Top-Ten:

1. Leute, die aus einem vollen Bus als erster aussteigen um dann direkt vor der Tür stehen zu bleiben und überlegen in welche Richtung sie müssen.
2. Philosophiestudenten, die der Meinung sind die Wahrheit und die Erkenntnis von allem gepachtet zu haben und dabei so übel aus dem Maul riechen, als würden sie Hasenkötel zum Frühstück gegessen haben.
3. Fishbone-Sachen.
4. Typen, die Wörter wie 'keck' oder 'hip' verwenden.
5. Filme/Musik von/mit den Spice Girls.
6. Frauen mit Nuttennummernschild über der Nougatfalte die prinzipiell mit amöbenbewusstseinsgesteuerten Strichern rumhängen, die ihre Bräune im Assitoaster klar machen, rosafarbene Polohemden mit dem Aufdruck "REAL" tragen und Goldkettchen am Handgelenk spazieren führen.
7. Modern Talking mitsamt den in der BILD ausgetragenen Schmierentheaterstücken, der Musik, 'Naddel' und der Vogel, der jedes Jahr für Deutschland beim Eurovision-Song-Contest talentheuchelnde Dummbeutel stellt, die dann natürlich abloosen.
8. Das CLEANICUM in Jena.
9. Armselige Auftritte von Schlagersängern in Einkaufspassagen, die sich freuen "endlich mal wieder 'in Town' zu sein", obwohl man die einsame Leere in ihren Augen sehen kann. Genau wie bei den Rentern, die in der ersten Reihe willenlos am Takt vorbei mitklatschen.
10. Der G8-Gipfel, auf dem Bush mal wieder nicht sein Rückrat gefunden hat.

So. Dies war natürlich nur ein Auszug von Milliarden Dingen, die ich zum Kotzen finde. Jeder sei dazu aufgefordert ein Liste von seiner Top-Ten zu erstellen um sie mir zu geben.

Ich wünsche allen Tagträumern/innen ein tolles Wochenende und denkt dran: Liebe.

Mittwoch, 16. Mai 2007

Das Zwei-Sterne-Leben.

apos Es gibt Situationen, da wird einem sein Zwei-Sterne-Leben knallhart bewusst. Ausgebreitet hat sich dieser Gedanke heute morgen, als ich um halb sechs von einer Fliege geweckt wurde. Basti, genervt von dem Flug einer nicht-euklidischen Fliege. Wie schäbig. Man öffnet die Augen und das Erste was sein Bewusstsein auf einen lenkt ist eine Fliege. Eine F L I E G E. Sie kreiste über meinem Gesicht. Ich bin quasi schon deprimiert viel zu früh aufgestanden und die Tatsache, dass sich Fliegen normalerweise in der Nähe von Kot und Müll aufhalten, hat mich auch nicht sonderlich aufgemuntert. Man stelle sich das vor. Ich liege in meinem Bett mit müden, schlafsandverklebten Äuglein, über mir eine Kot-Müll-Fliege und ich zucke zusammen und presse ein "BEKACKT!" aus mir. Ich finde ja, dass das mein Leben auf den Punkt bringt.
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Ja. Mein Leben hat in gewissen Situationen wahrlich den Status eines Zwei-Sterne-Lebens. Aber ich stehe damit nicht allein da. Das beruhigt mich ein bisschen. Obwohl das erheblich zu meinem Zwei-Sterne-Leben beiträgt.

[1] Ich erinnere mich an eine Party in Berlin, auf der mich so eine Hurentochter übelst von der Seite angemacht hat, dass ich verdammt hässlich sei. Was soll man da groß sagen. Kaum haben bestimmt Menschen ne Pilsette in der Blutbahn, werden sie ehrlich. Ich muss nicht hinzufügen, dass diese Biatch selbst ne dicke Aknefarm auf der Visage hatte und die Austrahlung wie ein Kasten Knete ihr Eigen nennen durfte. Ich erinnerte mich an diese komisch anmutende Jeansjacke, die sie trug. Sie war eindeutig ne Funktionsjackenträgerin vom Planeten Tschibo. Sie war DER Larvenpaul in Berlin und macht mich dumm??

[2] Ich bin mit jemanden befreundet, der in Neuseeland sich nachts die Klamotten vom Körper gerissen hat um betrunken eine drei Meilen lange Einkaufspassage am Wasser zu passieren. Hardcore-Flanieren. Man stelle sich das vor. Da laufen Rentner lang auf einmal rennt da einer vorbei, seine Geschlechtsteile bommeln hin und her und und 'klatschen' zwischen den Fortbewegungsorganen hin und her. Er selbst ist zu betrunken irgendwas zu sagen, also zieht er nur ne Fratze und macht Oralverkehrgeräusche. Zwischendurch bleibt er mal stehen und macht 'STARRING CONTEST' mit Passanten. Das ist schon ganz schön Augenaua, muss ich ja mal sagen. Das er sich dann am selben Abend, nachdem die Gin-Flasche nun leer war durch eine Schaufensterscheibe schmiss zeugt zwar nicht sonderlich von Blutgruppe I(ntelligenz), aber von Konsequenz. Ein Abend war schließlich erst dann gut, wenn man am nächsten Morgen zwischen dem eigenen Erbrochenen und vielen Glasscherben im Schaufenster eines Gucci-Ladens wach wird. Ich weiß, dass er kein Monosynaptiker ist, aber an diesem Abend hat er dem Begriff 'Blackout' eine neue Bedeutung gegeben.

[3] Einer meiner Freunde lebt hier in Jena an der Autobahn. Bei dem neuen Tunnel. Sein Schlafzimmerfenster und sein Balkon im EG sind ungefähr 30 Meter Luftlinie von der Autobahn entfernt. Ein Ort an dem Träume einfach platzen. Und wenn er Langeweile hat, dann schreibt er kleine Drehbücher und filmt sich dann selbst, wie er mit sich einen Dialog führt. Immer ein Schnitt zwischendurch. Fassen wir es nochmal zusammen:
Er filmt sich selbst und dichtet ganz ganz miese Dialoge zusammen. Er wohnt in einem kommunistischen Roboter alias ein 20-geschössiger Plattenbau und lebt 30 Meter von der Autobahn entfernt. Das wirft doch irgendwie auch ein Licht auf mich, oder? Wenn im Sommer alle in den Urlaub fahren und vor seiner Nase dann berbarst der Stau ist, wie soll man dann sein Leben genießen? Wenn er Frauenbesuch hat und mit ihr ein Glas Wein auf seinem Balkon zu sich nimmt und in 30 Meter Entfernung der Stau tobt, ein kleines Kind wegen Hitzeschlag erstmal sichtbar und hörbar seine Asphaltpizza auf die Straße spendet oder wenn der HartzIV-Nachwuchs zwei Stockwerke höher im Zehn-Sekunden-Takt seine 'Broschen' runterrotzt? Dann wird einem klar, dass man ein gottverdammtes Zwei-Sterne-Leben führt. Selbiger Freund hat mir mal gebeichtet, dass er mit Freunden vor einigen Jahren im spätpubertierenden Leichtsinn einer Katze eine Dose an den Schwanz gebunden haben, weil sie gelesen haben, dass Katzen sich immer erschrecken, wenn knapp hinter ihnen Geräusche zu hören sind. Die Katze war wie ein Matchbox-Auto, dass man aufzieht und das beim Loslassen dann abzieht wie Schmitt's Katze. So auch diese Katze. Ich stelle mir grade vor, wie die Katze sich immer wieder erschreckend weiterläuft, wie Hunde, die ihren eigenen Schwanz verfolgen. Mein Kumpel und seine Freunde schauen ihr lachend hinterher und verstummen dann allmählich, da die Katze wie vom Speed gefickt immer weiter läuft. Mein Kumpel und seine Freunde stehen nun ihr nachblickend nicht mehr lachend da und fragen sich, wieso die Katze es nicht checkt. Ein schlechtes Gewissen macht sich breit als die Katze immer noch jaulend ein kleiner Punkt am Horizont wird. Ich nehme stark an, dass eine Oma im Nachbardorf ziemlich blöd geguckt haben muss, als sie auf ihrem Weg zum Bäcker eine tote Katze mit einer Schnur und einer Blechdose am Schwanz auf der Straße liegen sah. Da müssen einem doch die abgefucktesten Gedanken kommen. Auch so eine Situation ist der klare Beweis eines Zwei-Sterne-Lebens.

DSCF0060 [4] Oder seien es Menschen, die in der Bibliothek den Drang verspüren mal zu pupsen, dies aber nicht so gerne gesehen, gehört und gerochen wird (Pupsen scheint ein Allround-Anti-Sinnes-Ding zu sein). Sie könnten es sich verkneifen. Aber in der Kimme herrscht schon ein Druck von 1000bar. Also entschließt man sich vermutlich ein wenig in die Knie zu gehen, die Backen zusammenzukneifen und ein leises "Pfffffffffffffff" rauszupressen. Nun. Das Leben beweist sich in solchen Momenten allerdings als Hühnerstange: Kurz und beschissen. Es kommt trotz aller Anstrengungen und Vorkehrungen nicht zu einem "Pffffffffffff" sondern ein kurzes lautes Knattertönchen kämpft sich durch das Sitzfleisch an die Freiheit. Und alle haben es gehört, weil die erste Regel in jeder Bibliothek lautet: Shut the fuck up. Aber so ist das, wenn man zu doll zusammenkneift. Ein Bläschen findet immer den Weg. Man lässt ja auch nicht absichtlich einen Fußball von einem Berg rollen, in der Hoffnung er hört mitten drin auf zu rollen. Das wäre Idiotie und dies ist nunmal Aufgabe und Eigenschaft unserer Regierung.
Wenn man das erste Mal aus Versehen in einer Bibliothek bläht, dann kann man ohne Probleme sagen, dass man ein Zwei-Sterne-Leben führt. Wie schäbig.

[5] Ich muss mich gar nicht rausreden. Der Tag hat gerade erst begonnen. Vor zwei Tagen hab ich meinen Pimmel beinahe ins Nirvana geschickt. Ich sollte heute vorsichtig sein, ich hab schon Pferde vor einer Apotheke kotzen sehen, mit dem Rezept im Maul. Was mich zum nächsten und vorletzten Punkt bringt: die Magendisco und der Lebensmittelorgasmus. Letzten Sommer musste der Notarzt kommen, weil ich Blödspaten den ganzen Tag in der Sonne chillen musste ohne einen Schluck Wasser zu mir zu nehmen. Am Abend hab ich dann im Viertelstundentakt über mehrere Stunden in die Keramikschüssel gebrüllt bis mir der Notarzt eine Vemox- oder Vomexspritze setzte, Fast-Dehydrierung und akten Elektrolytenmangel bei mir diagnostizierte und mir den Rat gab viel zu trinken und was Salziges zu mir zu nehmen. "Vielen Dank Herr Dr. Columbo. War mir nicht klar, dass ich trinken muss."
Das ist typisch für Notärzte, die Nachtschicht schieben. Das sind genervte Generation-Rentenloch-Yuppies, die ne Krauthacke als Assistenten mitschleppen und dämliche Ratschläge geben. Wie soll ich was trinken oder Salz zu mir nehmen, wenn ich im 15-Minutentakt reiern muss? Egal. Ich habe es überlebt. Immernoch besser als auf irgendeiner 99-Cent-Flatrate-Saufparty in so einem Techno-Fummelbunker besoffen auf die Sandaletten eines anderen zu kotzen. Das hat nämlich noch weniger Stil.

[6] Mein Unfall im Sommer 2004. Polnische Ostsee. Wer hat als einziger keinen Führerschein? I C H. Wer leiht sich nach großen Überredungskünsten ein Motorroller aus? I C H. Ich hatte natürlich keine Ahnung, wie man so ein Ding bedient. Aber ich hatte den Dreh bereits nach wenigen Minuten raus. Der Verleiher hat sich mit meinem Reisepass und der Versicherung, ich hätte meinen Führerschein zu Hause in Deutschland gelassen, zufrieden gegeben. Nach zweistündiger Fahrt OHNE Helm wurden wir in irgendeinem polnischen Ort von der ortsansässigen Polizei gestoppt. Ich ohne Führerschein. Ich fühlte mich wie die Atzen aus der Serie 'L O S T'. Ich wurde mal wieder vom Schicksal gebumst. Auf jeden Fall hatte ich Glück, denn meinen Führerschein wollten sie nicht sehen (und die anderen sagten, sie hätten ihm beim Verleiher hinterlegt). Sie wiesen uns darauf hin, dass wir Helme tragen müssten. Wir machten ihnen klar, dass es die beim Verleiher nicht gab. Sie zeigten auf unseren Sitz. Voilà. Tatsächlich war in jedem Sitz ein Helm. Wir also alle weiter. Diese Motorroller sind auf 60km/h gedrosselt. An einer komischen Verkehrsschneise musste mein Vordermann plötzlich ne Vollbremsung machen. Und wer fährt mit der Höchstgeschwindigkeit von 60km/h weiter? I C H. Habe ich schonmal erwähnt, dass ich Reaktionen wie ein Kantholz habe? Ich fuhr meinem Vordermann volles Kanonenrohr rein. Ich flog über meinen Lenker, überschlug mich einmal und landete auf dem Rücken um weiter 5-8 Meter den Asphalt zu befruchten. Hätte ich keinen Helm getragen, wäre ich vermutlich heute tot. Ich hab mich so scheiße gefühlt, wie sich letztens der russische Ex-Agent mit seiner Polonium-Vergiftung gefühlt haben muss. Ich sah übrigens auch genauso aus wie er, als ich da so auf der Straße lag, benommen in den Himmel starrte, während das Schicksal es mir ordentlich besorgte. Und wenn ich keinen Rucksack getragen hätte, dann sähe mein Rücken heute vermutlich echt schlimm aus. Das einzig gute an der Sache, dass mein völlig behindertes "I-Fucked-Your-Girlfriend"-Tshirt dabei kaputt ging.
Da lag ich nun mit meinem Zwei-Sterne-Leben. Ich war heilfroh, dass ich noch lebte, zwar ein bisschen traurig, weil die Reisverschlüsse an meinem Rucksack aufgrund der Reibung auf dem Asphalt geschmolzen sind, aber heilfroh. Ich stand auf und sah meinen demolierten Arm. Auch mein Hals tat verdächtig weh. Ich humpelte zu meinem Kumpel, der mittlerweile jammernd in einem Graben saß. Unsere Motorroller sahen aus wie Hack aus dem Fleischwolf. Aber auch er hatte es ohne große Verletzung überstanden. Unser Schutzengel muss dem Teufel wohl mal in den Arsch gekrochen seien, anders kann ich mir die Tatsache, dass wir nahezu unverletzt waren, nicht erklären.
Mir war klar, dass der Verleiher uns nicht auf ein Bier einladen würde. Er wollte 500 Euro für das Teil haben. Ich fragte ihn, ob er denn wisse, dass ich gar kein Führerschein besitze. Ich sagte außerdem, er habe ja keine Unfallversicherung und das ER die Schwierigkeiten hätte. Er verstand auf einmal kein Englisch mehr. Ich fragte ihn nochmal, was er denn getan hätte, wenn ich ums Leben gekommen wäre? "Es klatscht gleich. Aber keinen Beifall!", muss der Typ gedacht haben. Er sagte nichts. Er kochte nur. Sein zuckendes Lid hat ihn verraten. Ich gab ihm 50 Euro und ging. Er winkte nicht zum Abschied.

Egal wie schäbig ein Zwei-Sterne-Leben ist, es macht Spaß. Und abgesehen von den vielen schäbigen Dingen ist es ganz lebenswert. Trotzdem brauche ich ein Fliegengitter für mein Schlafzimmer. Denn ich hasse Müll-Kot-Fliegen.

Sonntag, 13. Mai 2007

Hassen und Golfspielen in Lobeda.

apos Er war schon auf dem Weg dahin so unglaublich merkwürdig. Könnte es daran liegen, dass er ein riesiger Fan von Johnny Cash war und ich ihm im Zusammenhang damit von meinem Vorabend erzählte?

Vorabend: Nachdem ich zusammen mit Thomas die morbiden Kurzfilme von 'Tenacious D' angesehen habe, folgte ein berbarst geiler Film, den ich schon an die 368541-mal gesehen habe. 'La Haine' von Kassovitz. Spitzenfilm. Auch der 3m-große Kumpel von Thomas, der vorzeitig reingehaun ist, war mir mehr als sympathisch. Nun. Es war dann gegen halb zwei in der Nacht. Mein Mitbewohner und bester Kumpel hatte die göttliche Idee noch ein Bier trinken zu gehen. Und da um diese Uhrzeit in Jena an einem Freitagabend selten noch was bartechnisch klargeht, entschieden wir uns für das Flower-Power. Die Absteige der Gelegenheitsmenschen, Intelligenz-Allergiker und Diplomidioten. Kurz bevor wir gehen, belästigt so ein Ami meinen Mitbewohner. Gegen halb sechs Uhr morgens und demnach drei Stunden später musste ich feststellen, dass der Ami ziemlich in Ordnung war. Ein eigenartig sinnschwangeres Gespräch mit einem betrunkenen Amerikaner zu führen, dessen Deutsch nicht viel besser war, als dass von Universalverlierer und Ex-Talkshow-Moderator ‚Ricky’, war schon ein kleines Highlight an dem Abend. Dabei kam heraus, dass der Typ 26 war, in Amerika Philosophie und deutsche Geschichte studiert hat und nun in Deutschland seine Dissertation schreibt. Außerdem, dass erwähnte er ganz nebenbei, hatte er bevor er nach Deutschland ging einen Lehrauftrag an irgendeiner Universität in Tennessee. Und zu seinen Studenten gehörte der Enkel (oder Ur-Enkel) von Johnny Cash, der nach den Aussagen des Amis ein guter Student war und ein Homosexueller, der es gern jedem auf die Nase bindet. Nett. Meine Vermutung, dass man jedem auf der Welt schon mal durch 5 Handschläge die Hand gegeben hat rückt immer mehr ins Licht der Wahrheit. Wir haben E-Mail-Adressen ausgetauscht, weil er das Gefühl hatte mich schon seit Jahren zu kennen. Mir gings auch so. Aber wir hatten beide an die 4-6 große Bier drin. Da kommt einem das öfter mal so vor.

24 Stunden später:
Ausgerüstet mit einem Golfschläger, an die hundert Bällen stand ich auf einmal in Lobeda. Lobeda-West um genau zu sein. Man munkelt, dass hier regelmäßig die Träume platzen. An vielen Ecken riecht es so, als hätten alle frisch ihr großes LatRinum bestanden. Nun ja. Da war ja der Tunnel, der die Anwohner in 20 Meter Luftlinie vor dem Lärm der Autobahn schützen soll. Lärm wurde gegen den idyllischen Anblick von einer Großbaustelle und einem dicken Betonschlauch ausgetauscht. Einen großen Applaus an die Stadt-und Regionalplaner, die ihren Studienabschluss wohl in einer usbekischen Garage ausgedruckt haben müssen. Ein Freund von mir wohnt direkt in einem dieser Blöcke. Seine Wohnung ist geil. Und er meinte, dass der Lärm schon zurückgegangen ist. Seine Augen waren glasig, als er das sagte.
Hinter diesem Tunnel ist ein großer aufgeschütteter Sandberg. Der wurde an diesem Abend als Driving Range missbraucht. Abschlag natürlich von der Autobahn weg. Eine Wodkaflasche später machen mein Mitspieler und ich Witze. Mitten drin erzählt er mir, dass er mit meiner Exfreundin geschlafen hätte.
Ich sah ihn an. Mein Blick hatte Ähnlichkeit mit dem eines Menschen, der im Lotto gewonnen hat, seinen Schein grad einlösen will und der auf dem Weg zum Kiosk überfallen wird. Meine Wut war so groß, sie hätte auf die Titelseite der nächsten TLZ-Ausgabe gehört.
„Halt’s Maul?“, fragte ich ihn. Er erwiderte nur, dass ich da sogar noch mit ihr zusammen war.
In meinem Kopf sprengte ich noch einmal die Buddha-Statuen, die 2001 von der Taliban in Afghanistan gesprengt wurden. Ich lenkte die Flugzeuge ein weiteres Mal in das World-Trade-Center. Ich warf die Bombe erneut über Nagasaki und Hiroshima ab.
„Halt die Fresse, wenn du mit mir redest!“, sagte ich mit ganz tiefer kochender Stimme. BUUMMM. Mein Abschlag war weiter als der von Tiger Woods.
Er schwieg.
Ich hatte das Gefühl beide Klitschko-Brüder auf einmal zu sein. Ich wollte ihn einfach nur auf Standby schalten. Ihm ordentlich Backenvesper geben.
„Verarschst du mich?“, fragte ich ihn. Er schwieg weiter.
Ich feuerte meinen Golfschläger weg und ging.
„Du Assi, du schwimmst sogar in Milch!“, kläffte ich in Richtung der Autobahn.
Wenn es etwas gibt, dass Freunde nicht machen, dann das. Die Freundin des Freundes zu ficken ist gleich auf Platz 2 auf der Liste der Dinge, die verdammt uncool sind. Gleich hinter dem Holocaust.
Am nächsten Morgen wache ich auf. Zwei Anrufe in Abwesenheit von Ex-Kumpel ‚Rekordarschloch’ und eine SMS von einem anderen Kumpel, in der folgendes steht:
„[…], doch was sie nicht wissen (können) ist dies: nachts ist jeder allein mit seinen Dämonen!“. Ich bin irritiert und drehe mich wieder um.
Ich frage mich wo mein Golfschläger geblieben ist und ob ich wirklich einen besessen habe.

Dienstag, 8. Mai 2007

Kopfschmerzen zum Nachtisch.

apos Als ich Tür zur Mensa aufstoße hält man mir schon drei Flyer ins Gesicht. Auch der dünne Typ mit den 100g Talg im Gesicht an der Treppe visiert mich mit einem fragwürdigen Handyvertrag in der Hand an. Ehe ich mich für ein Essen entscheiden kann werde ich also geistig anal penetriert. Die eine Tresentorte quatscht mich so voll, dass ich mir einen Hörsturz bzw. einen Tinitus herbeisehne.
„Ich kann nicht lesen!“, versuche ich mich ohne Gewalt der langsam zu nerven beginnenden Situation zu entledigen. Ihr Blick verrät mir, dass sie mir nicht glaubt und irritiert ist, dass ich so was Doofes gesagt habe.
Auch der anderen Braut, die mich mit Flyern voll stopfen will, suggeriere ich, dass wenn sie nur einen Meter an mich herantritt, ich in der Lage wäre ihr Leben zu beenden noch bevor sie ihren Lohn abholen und verprassen kann.
Ich bin genervt und das hat ein paar Gründe:
#1 Ich habe nur vier Stunden geschlafen, weil ich bis vier Uhr morgens auf dem „Cinebeats“ zugange war.
#2 Daran anschließend, habe ich gut und gerne 20 Euro in „Erfrischungen“ investiert, die ich nachdem Aufstehen immer noch merkte.
#3 Ich habe Hunger. Und da sollte man mir aus dem Weg gehen, es sei denn man ist die Kellnerin.
#4 Die Mensa am Ernst-Abbe-Platz in Jena. Notiz an mich selbst: Geh nicht um zwölf Uhr mittags essen. Denn alle 25 000 Studenten dieser Stadt gehen zu diesem Zeitpunkt auf einmal ihr Essen einnehmen.

Nachdem ich 20 Minuten lang anstehen musste für mein Essen, drängelte sich so ein kleines Miststück vor mich mit Nutten-Nummernschild überm Arsch, klimperte mit ihren Augen und hoffte ich würde sie vorlassen. Tat ich auch. Nicht aus Höflichkeit, sondern weil hinter mir geschoben wurde und ich kurz davor war, das Mensabesteck zu zweckentfremden.
Nachdem mir der Kotzekocher die rekordverdächtige kleinste Mittagsportion aller Zeiten gab, war meine Laune so irgendwo zwischen Sterben und Enthäuten. Thomas stand hinter mir. Sein Grinsen bewahrte mich vor einigen Straftaten. An der Kasse stand dann ein Typ, der sich durch mich durch mit einem anderen unterhielt. Ab und an drehte er sich auch um und ich hatte dann beinahe seinen Rucksack auf meinem Tablett und damit in meinem griechischen Essen.
Er laberte und laberte. Ich wünschte mir ganz innig, dass Gott ihn beim Scheißen mit einem Blitz erschlägt, aber Gott wurde anscheinend in der Mensavorhalle von den drei Flyer-Frauen und der Handy-Bohnenstange über den Tisch gezogen.
Dieser Typ fragte seinen Bekannten, ob er wisse, woher die Fanta komme. Es war eine dieser Fragen, die eine unmittelbar anschließende Belehrung nach sich ziehen.
„Halt dein Maul und bezahl einfach nur dein Essen, du Hartgeldstricher!“, dachte ich mir. Aber er hatte schon Luft geholt.
„Du musst wissen, dass es damals in Deutschland Zuckermangel gab und dann hat man eben die Fanta erfunden!“, sagte er verständlich für alle.
Hat der einen Kasper in der Schublade liegen? Sein Satz machte keinen Sinn. Kann aber auch daran liegen, dass ich fast dehydriert bin und unter akutem Elektrolytenmangel litt.
Er quatschte weiter, natürlich nur Dünnes, ich bezahlte in Lichtgeschwindigkeit, damit mir nicht noch dampfendes Blut aus den Ohren schießt.

So. Ich dachte das Thema Ohrenbluten wäre für heute erledigt. Nachdem Thomas und ich dann ungefähr 57 Jahre nach einem Sitzplatz suchten ist es zum cholerischen Showdown gekommen. Es gibt doch tatsächlich lebensverneinende Amöben, die das Prinzip der Essensstoßzeit nicht begriffen haben und noch 10-15 Minuten nachdem sie fertig sind sitzen bleiben, während 1000 potentielle Amokläufer auf Tischsuche sind. Ich begreif es nicht.
Wir setzten uns an einen Tisch. Neben uns saßen noch zwei frauenähnliche Kreaturen und so ein komischer Riemenspanner, der sich für ganz eloquent hielt.
Ich wurde Zeuge einer bahnbrechend minderqualitativen Interaktion. Die eine redete schneller als Busta Rhymes, was ihrer Stimme so einen fiesen Klang gab. Und sie hörte niemanden zu.
„Doch, doch“, sagte sie, „bei Vobis kauf ich immer meine Druckerpatronen. Ich finds sowieso total schäbig wenn Leute ihre Patronen auffüllen lassen!“.
GEH AUF DER AUTOBAHN SPIELEN, du Suppenkoma.
Ich konnte das nicht mehr ertragen, ich habe versucht wegzuhören, aber der Typ neben mir, rieb sich irgendwie immer an mir, wenn er über ihre schlechten Witze lachte. Das Bedürfnis ihn einfach von diesem Planeten zu flexen stieg bedrohlich, als er dann rülpste.
„Uups!“, sagte er, „Da is wohl n Berg umgekippt!“.
„Mir fällt gleich meine Hand in deine dezent urinfarbene Fratzenfalle, wenn du nicht gleich n Abgang machst!“, dachte ich mir. Er ging und nahm seine Essnazis mit.
Nachdem Thomas und ich fertig waren mit unserem Essen standen wir noch an die 802375 Jahre an der Tellerabgabe, da einige glauben, das Tellerabgeb-System funktioniert genauso wie der Stau an einer Autobahnbaustelle. Nach dem Reisverschlussprinzip.
Ich war genervt und immer noch hungrig. Auf dem Weg in die Mensavorhalle lief wieder die Vordränglerin mit dem Geweih über der Nougatfalte. Ich wusste, dass mein Zielfoto heute ohne zwei Daumen nach oben auskommen musste. Das nächste Mal schmier ich mir ne Stulle und fress die auf dem Campus.
Meine Laune gab sich dann die Kugel, als ich verdammte Axt noch mal feststellen musste, dass ich zwar mit MP3-Player die Mensa betreten hatte, sie ohne diesen aber verließ.
An den glücklichen Finder: Wenn ich dich mit meinem geliebten MP3-Player irgendwo sehen sollte, dann spielt meine Aggressions-Violine. Und zwar nur für dich.
Und einen Flyer hat man mir auf dem Rückweg auch noch in die Hand gedrückt.

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Zuletzt aktualisiert: 4. Jul, 08:11

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BASTI<3
ICH LIEBE DICH MEIN SCHATZ :*
Thomas (Gast) - 4. Jul, 08:11
Wunder für die Gefühl...
Wunder für die Gefühl Welt....... !!!!
Henry Unger (Gast) - 8. Apr, 08:31
Musik
Wunerbar an dem Film ist vor alem die Musik, welche...
RyanO (Gast) - 28. Mrz, 01:01
ich war es bis dato gewohnt,...
ich war es bis dato gewohnt, einfach mal nette leute...
bastiH (Gast) - 28. Jul, 09:14
lol du armer idot klar...
lol du armer idot klar soltlest du allen in den ass...
soag (Gast) - 8. Jul, 00:48
Aaa
Daher kennen wir uns also...
Stef (Gast) - 28. Mrz, 21:06
du kranker
du kranker
jens (Gast) - 16. Feb, 14:12
diesen film...
... hatte ich mir vor einiger zeit absolut unvoreingenommen,...
mi3000 (Gast) - 22. Dez, 22:52
Warum gehen einige zu...
Warum gehen einige zu wordpress?
bateman - 16. Dez, 21:16
understood
la maman hat verstanden. du bist erlöst. may the...
magali (Gast) - 31. Okt, 09:43